Gemeinsam gegen das Vergessen

Anlässlich des Volkstrauertages nahmen auch in diesem Jahr zahlreiche Bürger und die Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine an der Gedenkfeier des Vereinsrings Schweinheim und des VdK-Ortsverbandes Schweinheim am Ehrenmal auf dem Schweinheimer Friedhof teil.  

„Nur wenn wir uns auch der Aufarbeitung stellen, können wir das Gedenken vor Vereinnahmungen schützen, die aus Opfern Täter und aus Tätern Opfer machen wollen und Fragen nach Verantwortung und Schuld nicht zulassen“ - so Bürgermeister Jürgen Herzing in seiner Gedenkrede. In seinen Einführungsworten hatte der Vereinsringvorsitzende Thomas Gerlach darauf hingewiesen, dass es von Jahr zu Jahr weniger Menschen gebe, die einen der beiden Kriege erlebt, die Angehörige und Freunde verloren haben. Vergessen mache sich breit. Es müsse daher immer wieder daran erinnert werden: „Wir begehen den Volkstrauertag als Gedenktag für die Opfer beider Weltkriege. Unsere Gedanken sind aber auch bei den Opfern der heutigen Zeit“. Der Volkstrauertag sei also kein veraltetes Ritual, sondern bleibe ein Tag, der ermahnen möchte, damit alte Fehler nicht noch einmal begangen werden.  Die stellvertretende VdK-Ortsvorsitzende Thea Hirsch erinnerte daran, dass es dem Sozialverband VdK aufgrund seiner Geschichte eine besondere Verpflichtung sei, auf die vielen sinnlosen Opfer von Krieg, Willkür und Terror hinzuweisen und ihrer zu gedenken. Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkfeier von dem Gailbacher Jungsenioren-Quartett unter Leitung von Gerhard Schmid. Die Reservistenkameradschaft hielt wieder die  Ehrenwache. 

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